Tagesgeldkonto Vergleich 10/2017 – Alle aktuellen Tagesgeldkonten im Test!

Das Internet macht es möglich, mit wenigen Eingaben eine Vielzahl von Tagesgeldkonten miteinander sowie untereinander zu vergleichen. Die Angebote sind in einigen Details nahezu identisch, sie unterscheiden sich jedoch bei den wesentlichen Punkten wie der Zinshöhe, bei Dauer der Zinsgarantie sowie beim Zinssatz nach Zinsgarantieablauf. Der Begriff Tagesgeldkonto sagt aus, dass es sich um ein Guthabenkonto beziehungsweise um ein Kontoguthaben handelt, das täglich verfügbar ist. Das Konto kann mit dem herkömmlichen Sparbuch aus dem vergangenen Jahrhundert verglichen werden. Hier wie da wird gespart. Im Grunde genommen ist das Tagesgeldkonto mit einem verzinslichen Girokonto vergleichbar. Anstelle des Zahlungsverkehrs mit regelmäßigen Ausgaben und Einnahmen fallen auf dem Konto nur wenige und immer dieselben Buchungen an. Sparbeträge erscheinen als Habenbuchungen. Sie werden vom Girokonto als dem Referenz- beziehungsweise Verrechnungskonto auf das Tagesgeldkonto überwiesen. Die dortige Verzinsung erfolgt tagesgenau. Eine Inanspruchnahme des Tagesgeldes wird umgekehrt vom Konto auf das Referenzkonto überwiesen. Anderweitige Buchungsvorgänge gibt es nicht. Für das Kreditinstitut sind Einrichten und Unterhalten eines Tagesgeldkontos denkbar einfach. Der Kontoinhaber bewirtschaftet es per Onlinebanking oder Mobilebanking. Das Konto unterscheidet sich von einem besten Festgeldkonto zum einen durch die tägliche Verfügbarkeit der Sparsumme, und zum anderen durch den deutlich niedrigeren Habenzinssatz.

Tagesgeldkonto vs. Sparbuch

Tagesgeldkonto VergleichSparen ist einfach und bei allen Sparformen dasselbe. Geld, das vorübergehend oder dauerhaft erübrigt werden kann, wird „beiseitegelegt“. Im kleinen Alter gehört es in das Sparschwein. Danach wurde es früher auf das Sparbuch eingezahlt, und heutzutage wird ein Tagesgeldkonto eingerichtet. Das ist schon in jungen Jahren möglich. Den Vertrag unterzeichnen die Erzieher, während der Sparnovize über sein Tagesgeldkonto verfügen kann. Das ist immer ein Guthabenkonto ohne die Möglichkeit zum Unterbuchen. Verfügt werden kann nur über ein Kontoguthaben. Abgesehen von dem spürbar höheren Habenzinssatz auf dem Konto gegenüber dem Sparbuch ist auch die Handhabung weitaus flexibler. Das Sparbuch kennt Kündigungsfristen und Verfügungsbeschränkungen, das Tagesgeldkonto weder das eine noch das andere. Eine Voraussetzung für das Konto ist allerdings der Onlinezugang zum Internet.

Kreditinstitute arbeiten mit angelegtem Tagesgeld

Der Sparer vertraut der Bank oder Sparkasse sein erspartes Geld an. Die arbeitet ihrerseits damit, indem sie es entweder selbst zinsbringend anlegt, oder aber als Kredit verleiht und an den Kreditzinsen verdient. Mit den Tagesgeldanlagen können die Kreditinstitute nur kurzfristig planen. Sie müssen damit rechnen, dass die Sparer ihr Tagesgeld zu jeder Zeit und in beliebiger Höhe abheben. Aus diesem Grund erzielen die Banken und Sparkassen für Tagesgeldanlagen deutlich weniger Zinsen als für Festgeldanlagen mit einer vorgegebenen Laufzeit. Infolgedessen bieten die Sparkassen und Banken ihren Tagesgeldanlegern ebenfalls einen dementsprechend niedrigen Sparzins an. Der liegt in diesen Monaten und Jahren der Niedrigzinsphase bei durchschnittlich ein Prozent. An diesem Punkt ist der Tagesgeld Vergleich nicht nur hilfreich, sondern geradezu notwendig. Eine mögliche Zinsgarantie von beispielsweise mehr als einem Prozent ist als „Einstiegsangebot“ meistens nur auf wenige Monate begrenzt. Danach reduziert sich der Zinssatz oftmals drastisch um mehr als die Hälfte. Der Sparer sollte also nicht nur kurz-, sondern längerfristig planen und vergleichen. Eine gangbare Alternative ist der Wechsel hin zu einem anderen Tagesgeldanbieter nach dem Motto „Das Bessere ist des Guten‘ Feind“. Daraus muss zwar kein Tagesgeldkonto-Hopping werden. Doch was für die Kfz-Versicherung oder für die Krankenversicherung gilt, das ist beim Konto ebenfalls angebracht.

Tagesgeldzinsen im Internet deutlich höher als am Ort

TagesgeldkontoDer Zinssatz für das beste Tagesgeldkonto 2017 kann ausschließlich im Internet verglichen werden. Auf den dortigen Onlineportalen sind fast ausnahmslos Onlinebanken und Direktbanken präsent, nicht jedoch die Filialunternehmen am Ort. Deren Zinsangebot ist erfahrungsgemäß deutlich niedriger. Der Kunde kann im örtlichen Servicecenter keine Angebote vergleichen. Er muss das nehmen, was ihm von seinem Kundenberater vorgeschlagen wird. Die Struktur der Onlinebanken und Direktbanken ist gegenüber den Filialunternehmen wesentlich schlanker; Personal- und Verwaltungskosten sind deutlich niedriger. Dadurch sind die Banken im Internet dazu in der Lage, den Kunden einen spürbar besseren Zinssatz anzubieten. Somit lautet die Empfehlung: Wer einen Onlinezugang hat, der sollte die Angebote im Internet nutzen. Den anderen Sparern bleibt als einzige Möglichkeit, die zwei, drei Angebote am Ort zu vergleichen.

Zinseszinsen erhöhen langfristig die Sparsumme

Bei einem Tagesgeldkonto Vergleich sollte auf monatliche Zinsgutschriften geachtet werden. Die gutgeschriebenen Zinsen bleiben auf dem Konto und erhöhen die Sparsumme. Die Zinsen werden im Monatsrhythmus von der jeweiligen neuen Summe berechnet, also vom Sparguthaben zuzüglich der bisherigen Zinsen. Zinseszinsen sind nicht viel Geld, aber „Kleinvieh macht auch Mist“. Eins kommt zum anderen. Das mit Abstand schlechteste Angebot wäre in dieser Hinsicht ein Tagesgeldkonto mit jährlicher Zinsgutschrift. Anstelle die Zinsen dem Sparer gutzuschreiben, arbeitet das Kreditinstitut ein Jahr lang damit. Unterm Strich ergibt das eine für die Bank achtbare Gesamtsumme.

Sicheres Sparen mit gesetzlicher Einlagensicherung

TagesgeldBis zur Höhe von 100.000 EUR je Tagesgeldkonto und Anleger ist das Tagesgeld absolut sicher. Dafür sorgt ein von der Regierung vorgegebener gesetzlicher Einlagensicherungsfonds. Er gilt für alle deutschen Banken, aber auch für viele ausländische Banken in und außerhalb der EU-Mitgliedsländer. Diese Summe ist für Tagesgeld ausreichend hoch. Wer höhere Summen spart, der wechselt zum Festgeldsparen, oder er verteilt die Sparsumme auf ein Festgeldkonto und auf ein Tagesgeldkonto. Als kleine Hilfe bei der Entscheidung bieten wir Ihnen einen Tagesgeldrechner und einen Festgeldrechner an.

Tagesgeldzinsen sind steuerpflichtige Einnahmen

In Deutschland müssen alle Einnahmen versteuert werden. Das gilt auch für die Habenzinsen auf dem Tagesgeldkonto. Sie sind Einkünfte aus Kapitalerträgen. Wie es genannt wird, unterliegen sie der Abgeltungssteuer. Die beträgt 25 Prozent des Kapitalertrages, also vom Zinserlös auf dem Konto. Die Abgeltungssteuer erhöht sich noch um den 5,5 prozentigen Solidaritätszuschlag. Beides wird direkt vom Kreditinstitut an das Finanzamt überwiesen, sofern der Geldanleger keinen Freistellungsantrag, kurz FSA stellt. Tut er das, dann übernimmt er die Abführung von Steuer und Soli im Rahmen seiner Jahressteuererklärung.

Tagesgeldkonto darf nichts kosten

Die überwiegende Zahl der Kreditinstitute bietet ihr Tagesgeldkonto kostenlos, also ohne eine monatliche Kontoführungsgebühr an. Sofern die Bank oder Sparkasse das Neueinrichten eines Girokontos als Referenzkonto erwartet, sollte das ebenfalls kostenlos sein. Hier ist Aufmerksamkeit geboten. Gängige Praxis ist es, dass der Geldanleger selbst entscheiden kann, ob er ein neues Referenzkonto eröffnet, oder ob der das beste Girokonto bei seiner Hausbank als Verrechnungskonto nutzt. Unterm Strich darf eins wie das andere nichts kosten. Hier finden Sie einen aktuellen Girokonto Vergleich.

Fazit für das Tagesgeldkonto

  • Das Angebot im Internet ist wirklich groß und vielseitig.
  • Der Angebotsvergleich sollte mehr sein als das einfache Vergleichen von Zahlen.
  • Auch Inhalte wie dauerhafter Effektivzinssatz, Zinshöhe während und nach der Zinsgarantie sowie Höhe des geplanten Anlagebetrages müssen berücksichtigt werden.
  • Die Onlineportale bieten dafür vielfältige Filter- und Vergleichsmöglichkeiten.
  • Ein Bonus als Sachpräsent ist schön und willkommen, sollte allerdings kein Entscheidungskriterium sein.
  • Das Tagesgeldkonto kann online mit wenigen Eingaben eröffnet werden.
  • Die Identität des Sparers wird per Postident oder per Videoident geprüft.
  • Bis zur Freischaltung von Tagesgeld- und von Referenzkonto vergehen nur wenige Werktage.
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